Web 2.0 ist eine Wolke – und wir sind mitten drin.

von Detlef
Mit dieser Erkenntnis gehe ich aus der Diskussion im Kulturmanagement Blog. Ich habe mir vorgenommen, den Begriff “Web.2.0″ nicht mehr zu verwenden und statt dessen jeweils konkret die Anwendungen zu benennen, die ich meine.
Das Foto drückt meine Einstellung den Social Media Anwendungen gegnüber aus. Sind sie der Ruin für die kreativen Menschen oder sind sie eine phantastische neue Möglichkeit, ohne Distributionswege zu publizieren?
Viens-tu du ciel profond ou sors-tu de l’abîme, Ô Beauté!
fragt Charles Baudelaire die Schönheit. Ich stelle diese frage YouTube, den Sharing-Sites und dem Internet.
Christian Henner-Fehr 8:04 am on December 14, 2008 Permalink |
Wieso sollten Social Media Anwendungen der Ruin für kreative Menschen sein? Eigentlich handelt es sich doch nur um eine Möglichkeit miteinander zu kommunizieren, wie etwa auch das Telefon. Da spricht man doch auch nicht von Bedrohung?
Detlef 10:08 am on December 14, 2008 Permalink |
Christian, da sprichst du eine spannende offene Frage an: Der Vertriebsweg als entscheidendes künstlerisches Problem enfällt jetzt. An die Stelle tritt die Frage: Wie soll ich von meinen Werken leben? 100.000 Abrufe innerhalb einer Social Media Anwendung generieren keinen Cent Einkommen. Generieren sie kostenpflichtige Downloads oder CD/ DVD Verkäufe an anderer Stelle? – Im Moment sieht es nicht danach aus. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Generieren sie Möglichkeiten zu Live-Auftritten und Merchandising? – Das könnte eventuell sein.
Nur: Der Spatz in der Hand ist vielen lieber als die Taube auf dem Dach. Ich kenne viele Musiker, die lieber 100 CD’s a 10 Euro Gewinn verkaufen als einen Hit in einer Social Media Site zu haben und dann zu fragen: und was machen wir nun damit? Damit können wir uns noch nicht mal ein Bier kaufen!
Da tritt dann der Kulturmanager auf den Plan und rät: … ?
Christian Henner-Fehr 11:21 am on December 14, 2008 Permalink |
Wenn es nur einfach 100.000 Abrufe sind, dann wirst Du damit sicher nicht reich. Die Herausforderung besteht darin, dass das Aufrufen Deiner Seite (egal, worum es sich handelt) keine Sackgasse ist. Social Media ist in meinen Augen Teil einer gesamten Strategie, an deren Ende dann hoffentlich Einnahmen stehen.
In meinem Beitrag Social Media: wann weiß ich, ob ich erfolgreich bin? habe ich versucht, das System zu beschreiben, nach dem ich vorgehe. Ich denke, daraus lässt sich auch ablesen, welche Rolle Social Media dabei spielen kann.
Aber Du hast sicher recht, wenn Du feststellst, dass man von einem Klick auf eine Seite erstmal überhaupt nichts hat.
Ein Klick generiert kein Einkommen « Das Kulturmanagement Blog 2:43 am on December 15, 2008 Permalink |
[...] einen Kommentar » Detlef Cordes hat auf seinem Blog in einem Kommentar eine, wie ich denke, wichtige Frage gestellt: “Wie soll ich von meinen Werken leben? 100.000 [...]